In diesem Artikel erfährst Du, welche Informationen bei den Angaben zum Prozessor wichtig sind. Um die Bedeutung der einzelnen Daten zu erklären, nehmen wir ein Beispiel, wie es in einem Onlineshop bei einem aktuellen Angebot vorkommen könnte:

Prozessor – Intel Core i5 (2.Generation), 2450M Prozessor, 2x 2,50 Ghz, 3 MB Cache

Was man hier als Laie als erstes sieht, sind Zahlen und Buchstaben in scheinbar unsinniger Reihenfolge. Nehmen wir dies allerdings auseinander, so ergeben die Bezeichnungen einen Sinn.

Intel Core i5 (2. Generation) / AMD FX4

Hier wird die Baureihe des Intel-Prozessors angegeben. Die aktuell am meisten genutzten Prozessoren (= „CPU“ = „Central Processing Unit“) kommen aus der i3, der i5 und der High-End i7-Baureihe. Die Generation ist eine Angabe für die Aktualität des Prozessors. Ein i7-CPU der ersten Generation ist also älter als ein i3-CPU der zweiten Generation. Das heißt allerdings nicht, dass automatisch der neuere Prozessor auch leistungsfähiger ist. Bei Intel-Prozessoren gilt im Groben:

  • i3 für Office-Anwendungen und Surfen im Internet
  • i5 für Filmwiedergabe und sonstige mittelmäßig anspruchsvolle Anwendungen
  • i7 für Leistungshungrige Anwendungen wie Videobearbeitung und 3D-Spiele

Bei AMD ist es dann noch einmal ein wenig anders. Hier ist die Aktualität am Namen nur schwer zu erkennen, da AMD immer wieder unterschiedliche Namen für ihre Baureihen wählt. Wichtig ist hier nur, dass die aktuellste Reihe für Desktop-PCs FX genannt wird. Die etwas ältere ist dann, sowohl für Desktop- als auch für portable Geräte, die Athlon II-Reihe.

2450M Prozessor

Dies ist ein einfacher Name für den Prozessor. Das M nach den Zahlen steht in diesem Fall allerdings für „Mobile“. Es handelt sich also hier um einen Prozessor, der extra für Note- und Netbooks entwickelt wurde.

2x 2,50 Ghz

Dies ist die Taktfrequenz des Prozessors. Normalerweise bedeutet eine höhere Taktfrequenz auch mehr Leistung. Jedoch muss man dabei auf die Anzahl der Kerne achten – hier sind es zwei. („2x“) Ein Prozessor mit vier Kernen, bei dem jeder Kern eine Taktfrequenz von 1,80 Ghz hat, ist in einigen Anwendungen weitaus leistungsfähiger. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass bestimmte Anwendungen nur zwei Kerne unterstützen. In diesem Fall ist ein Zwei-Kerner mit einer Taktrate von 2,50 Ghz wesentlich stärker.

3 MB Cache

Dies ist eine Art Zwischenspeicher des Prozessors. Die CPU benutzt diesen, um Befehle, die sie eventuell noch einmal an die Hardware weiterschicken will, zwischenzulagern. Es sind meist nur gelegentlich relevante verwendete Befehle, die zwar nicht alle 10 Sekunden versendet, dennoch aber noch benötigt werden können. Ein aktueller Prozessor hat drei Cache-Speicher: L1, L2 und L3, wobei der L3 Cache der größte von allen ist. Er ist dafür allerdings auch am langsamsten.

Intel oder AMD?

Wenn es zur Frage kommt, ob man zu AMD oder Intel greifen soll, so ist die Antwort leicht: Will man die maximale Leistung aus der Hardware rausholen, so sollte man zu Intel greifen. Will man allerdings ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis, so sollte man eher den Kauf eines AMD-Prozessors in Erwägung ziehen.

Fazit:
Grundsätzlich gilt also, dass die Beschreibungen eines Prozessors gar nicht so kompliziert zu verstehen sind. Man achte auf die Baureihe, die Anzahl der Kerne und die Taktfrequenz pro Kern und schon kann man sehr gut einschätzen, wie die Qualität eines Prozessors tatsächlich einzuschätzen ist und ob er den eigenen Anforderungen entspricht. Zudem sind auf Grund physikalischer Beschränkungen in Form von Größe, Leistungskapazität und Wärmeentwicklungen Prozessoren, die extra für mobile Geräte entwickelt wurden, leistungsschwacher als ihre „großen Desktop-Brüder“.

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